Bericht vom Schulleiterkongress in Wien

Beim Österreichischen Schulleitungskongress (ÖSLK) 2026 in Wien stand die Zukunft schulischer Führung im Mittelpunkt. Der Kongress gilt als Fachveranstaltung für Schulleitungen in Österreich und bot mit Vorträgen, Workshops und Diskussionsformaten vielfältige Impulse für die Weiterentwicklung von Schule und Leadership.

Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion zum Thema „Mehr Freiraum, mehr Verantwortung: Wie viel Autonomie braucht die Schule der Zukunft?“. Hochkarätige Expertinnen und Experten beleuchteten dabei unterschiedliche Perspektiven:

· Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber, Bildungsforscher und Schulentwicklungsbegleiter Linz School of Education

· MA Christoph Wiederkehr, Bundesminister für Bildung

· Dir. BEd M.Ed Christine Obermayr, Leiterin der TNMS Eferding Nord (OÖ)

· PhD Jakob Calice , Vorstand lnnovationsstiftung für Bildung (ISB)

· Mag. Doris Pfingstner, Direktorin Modulare Mittelstufe Aspern

· Bob Blume, Lehrkraft Windeck Gymnasium

Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie viel Gestaltungsfreiraum Schulen benötigen, um innovativ und zukunftsorientiert arbeiten zu können, und welche Rahmenbedingungen gleichzeitig notwendig sind, um Qualität und Verlässlichkeit sicherzustellen. Die VPFA war auch heuer wieder vertreten: Obfrau Christine Obermayr, M.Ed. brachte am Podium die zentralen Anliegen der Schulleitungen ein und setzte dabei klare Impulse für mehr Autonomie sowie eine spürbare Entlastung durch den Abbau überbordender Verwaltungsbürokratie.

Darüber hinaus sorgten inspirierende Keynotes für besondere Denkanstöße: Bob Blume zeigte in seinem Vortrag zu „Schlüsselkompetenzen und Future Skills“, welche Fähigkeiten Lernende künftig benötigen, um in einer sich rasch verändernden Welt erfolgreich zu sein. Ali Mahlodji begeisterte mit seinem Beitrag „Potentialentfaltung im digitalen Zeitalter: Chancen erkennen, auch wenn der Weg steinig ist“ und ermutigte dazu, neue Wege mutig zu beschreiten und individuelle Stärken zu fördern.

Zahlreiche Workshops boten ergänzend praxisnahe Zugänge und vertiefende Auseinandersetzungen mit diesen Themen. Der ÖSLK 2026 zeigte damit einmal mehr, wie wertvoll Austausch, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken für die Schule der Zukunft sind.