Stellungnahme zur Reformpartnerschaft

Stellungnahme zur Reformpartnerschaft:
„Gute Ansätze brauchen konsequente Umsetzung“

Ein Jahr lang haben Bund, Länder und Gemeinden um eine Bildungsreform gerungen. Heute, am 1. Juli 2026, wurde das Ergebnis der „Reformpartnerschaft“ vorgestellt.

Die angekündigten Reformen setzen wichtige Signale – insbesondere dort, wo Schulleitungen seit Jahren Verbesserungen einfordern.

Besonders positiv bewerte ich das Vorhaben „Personal aus einer Hand“. Damit wird eine langjährige Forderung der VPFA umgesetzt. Ebenso begrüße ich die Zusammenführung von Freizeitpädagog:innen und weiterem Unterstützungspersonal in einer gemeinsamen Personalkategorie. Auch diese Maßnahme wurde von der VPFA seit Jahren gefordert und bietet die Chance auf einen flexibleren und effizienteren Personaleinsatz an den Schulen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die geplante Vereinheitlichung der digitalen Schulverwaltung. Diese Maßnahmen können Schulen organisatorisch spürbar entlasten und den Fokus wieder stärker auf die pädagogische Arbeit lenken – vorausgesetzt, sie werden mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet.

Gleichzeitig bleiben wesentliche Herausforderungen ungelöst: Der steigende Förderbedarf, die zunehmenden sozialen und pädagogischen Anforderungen in den Klassen sowie der vielfach sanierungsbedürftige Zustand unserer Schulgebäude benötigen ebenso dringend politische Aufmerksamkeit.

Reformen im Schulsystem sind zu begrüßen. Entscheidend ist, dass sie im Schulalltag zu spürbaren Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen führen. Erst dann wird aus einer Reform auch ein echter Fortschritt für unsere Schulen.